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Posts mit dem Label "Hypothesen" werden angezeigt.

Kann wissenschaftliches Denken die gesellschaftliche Spaltung überwinden?

Die Antwort auf diese Frage ist für mich ein klares und lautes "Ja". Wissenschaftliches Denken fördert meiner Meinung nach nicht zuletzt mehr Toleranz für andere Sichtweisen, Meinungen oder Hypothesen. Wurde ein Sachverhalt weder verifiziert noch falsifiziert, dann schließen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weder seine Richtigkeit noch seine Falschheit aus. Wissenschaft ist im Normalfall auf Sachlichkeit und Fachlichkeit bedacht, käme nicht auf die Idee, kontroverse Hypothesen pauschal als Schwachsinn zu diffamieren, ohne handfeste Evidenz dafür vorweisen zu können. Deshalb fordere ich wieder einmal eine Entpolitisierung der Wissenschaft , die sich meines Erachtens nach zumeist unbewusst viel zu stark dem politischen und medialen Mainstream andient. Die Wissenschaft ist sich immer bewusst, dass niemand die Wahrheit für sich gepachtet hat und dass die vermeintliche Wahrheit von heute schon morgen anders aussehen kann. Trotzdem ist sie immer auf der Suche nach der über...

Die positiven Seiten der Corona-len Situation - Teil 4

Oft ist zu hören, nur der Impfstoff sei der Dreher des Spiels. Allerlei schwer nachvollziehbare Verpflichtungen - besser ausgedrückt: Zwangsbeglückungen - werden als alternativlos bezeichnet. Dabei werden einige vielversprechende Aspekte außer Acht gelassen. In der Ukraine haben etwa 50 Prozent der Einwohner bereits Antikörper entwickelt . Die Sterberate ist sehr gering . Die meisten Menschen werden nicht schwer krank. Asymptomatische Ansteckung ist weniger wahrscheinlich als symptomatische Ansteckung, was darauf schließen lässt, dass es widersinnig ist, alle Menschen unter Krankheitsverdacht zu stellen. Das wäre sogar widersinnig, wenn es eine extrem tödliche Krankheit zu pandemischem Ausmaß gebracht hätte. Leider weiß man über asymptomatische Ansteckung relativ wenig, deshalb lassen sich keine wirklich stichhaltigen Aussagen treffen. Doch alle Personen unter Generaldverdacht zu stellen, ist unnatürlich und entmenschlichend. Es gibt Hinweise darauf, dass das Virus endemisch wird. Da...

Faktenchecker als Wissenschaftserklärer?

Neulich las ich im Correctiv-Newsletter, den ich gnädigerweise abonniert habe, dass die Faktenchecker dafür da seien, uns die Wissenschaft zu erklären . Da war ich als Wissenschaftler erst mal baff. Nicht-Wissenschaftler wollen mir die Wissenschaft erklären? Na bumm. Das erinnerte mich an einen Text auf TKP , der erklärt, warum das übertriebene checken von Fakten die Wissenschaft gefährdet . Das möchte ich mit einem kurzen Gedankenspiel ergänzen. Nehmen wir mal an, meine bisherigen Paper würden einem Faktencheck unterzogen. Das Resultat nach den Bewertungskriterien von Correctiv wäre dann wohl "unbelegt".   Das zeigt, wie unnötig es ist, es mit den Faktenchecks zu übertreiben. Das kommt fast so rüber als würden die Checker der Fakten überall eine böse, desinformierende, verschwörerische Absicht vermuten. Ist das nicht genau das, was den angeblichen Verschwörungstheoretikern immer vorgeworfen wird? Doppelmoral lässt grüßen. Nehmt euch als Faktenchecker auch mal selbst an der ...

Fundierte und nicht fundierte Aussagen

Ein Vorwurf, der mich häufig trifft: meine Aussagen seien nicht fundiert, weil ich als Laie nicht die nötige Ausbildung hätte, um mich zu gewissen Themen zu äußern. Dazu ein Denkbeispiel. Ich bin kein Meteorologe. Wenn ich aber sage „In Österreich ist es im Winter kälter als im Sommer“, dann ist das zwar eine Binsenweisheit, aber eine richtige und fundierte Aussage, unabhängig davon, ob ich Experte für Wetter bin oder nicht. Wenn ich sage „Amseln und Meisen verbringen den Winter in Österreich und fliegen nicht in den Süden“, dann stimmt das, unabhängig davon, ob ich Ornithologe bin oder nicht. Das können sich alle Besserwisser da draußen mal hinter die Ohren schreiben. Ansonsten ist es nicht mehr weit bis zu einer Expertokratie oder einer Wissenschaftsdiktatur.  P.S.: Dass viele meiner Aussagen nicht wissenschaftlich fundiert sind, kann ich als Kritik durchaus akzeptieren, aber sicher nicht, dass sie komplett unfundiert sind.

Pseudointellektuelles Plädoyer gegen die Empörungskultur

Jeder hat das Recht, sich zu empören, aber sollte sich immer gut überlegen, ob es wirklich Sinn macht. Wenn man sich jedoch empört, dann sollte nicht nur A gesagt werden, sondern auch B. Empörung ohne inhaltlichen Bezug und ohne Argumente, rein um des Abreagierens des eigenen Ärgers wegen, finde ich nicht zielführend im Sinne eines sachlichen, fairen, wertschätzenden Diskurses. Der Ärger ist für diejenigen Fälle besser aufgehoben, in denen nachweislich rundheraus gelogen oder mit böser Absicht etwas Falsches behauptet wird, die Menschenrechte mit Füßen getreten oder unschuldige Menschen öffentlich an den Pranger gestellt werden. In einer Gesellschaft, deren Anführer Entscheidungen mit "Wir folgen der Wissenschaft" verkaufen, ist Empörungskultur in guter Näherung widersinnig. Dass sich sowohl diejenigen, die diesen propagandistischen PR-Satz benutzen, als auch diejenigen, die diesen Satz ohne zu hinterfragen glauben, oft am lautesten empören, zeigt die Doppelmoral von Teilen ...

Irreführende mediale Darstellung des Zusammenhangs zwischen dem Glauben an Verschwörungstheorien und politischem Handeln

Ein wunderbares Beispiel für die kommunikative Problematik beim Darstellen wissenschaftlicher Studien in den Medien liefert eine Veröffentlichung von Pia Lamberty und David Leiser, die den Zusammenhang zwischen dem Glauben an Verschwörungstheorien und politischem Handeln untersucht. Für die Freiheit der Wissenschaft Ich möchte gleich vorweg betonen, dass ich überhaupt kein Wissenschaftsungläubiger bin, ganz im Gegenteil. Ich trete für einen offenen, wissenschaftlichen Diskurs ein, ohne unnötige Denkverbote, aber selbstverständlich mit gewissen Grenzen. Ich sehe die Hauptproblematik in der Art und Weise, wie wissenschaftliche Erkenntnisse medial vermittelt werden. Weglassen oder Verschweigen wichtiger Aspekte und bewusste oder unbewusste falsche Darstellung von Ergebnissen sind dabei prominente Beispiele. Natürlich gibt es viele wissenschaftliche Bereiche, die nicht so frei agieren, wie es wünschenswert wäre, aber abgesehen von der Tatsache, dass es "die Wissenschaft" nicht g...

Kurzer Kommentar zu Social Engineering

#Bewegungsradius in DE soll eingeschränkt werden. Das erinnert mich an eine Info, die mir von einem befreundeten Juristen vermittelt wurde. Es hieß, man muss als Gesetzgeber nach dem Konsens bzw. der herrschenden Lehre gehen, weil alles in Gesetzen normiert werden muss . Und dass Gesetze universelle Gültigkeit haben müssen, um Sozialverhalten in geordnete Bahnen zu lenken. Stichwort Social Engineering... Und Menschen, die zu viel Zwang und Kontrolle kritisieren, werden schnell als Spinner oder Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Dabei ist die Lenkung des Sozialverhaltens allem Anschein nach ein " universeller Standard ". Für mich stellt sich die Frage, wie schmal der Grat zwischen Demokratie und Diktatur ist, wenn, so wie es im Moment geschieht, immer mehr Freiheiten über neue Verordnungen oder Gesetze eingeschränkt werden.  #15kmsindzuwenig  

Gesammelte Texte des Musikers und Künstlers Martin Schober alias Showbear

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Ursprünglich wollte ich Texte und Links allesamt hier veröffentlichen. Ein paar finden sich unten. Allerdings habe ich meinen Plan geändert und verweise jetzt darauf, dass ihr ihm bitte alle gerne auf Facebook folgen könnt, euch mit ihm - und natürlich auch mir - vernetzen könnt. Also folgt ihm auf Facebook, kauft seine Musik etc. Ich habe leider viel zu wenig Zeit, alle wichtigen Beiträge hier zu sammeln, aber jede und jeder kann seine Beiträge selber anschauen. Außerdem kommt regelmäßig etwas Neues , Interessantes und Spannendes dazu. Zum Einstieg sein neuestes musikalisches Projekt Men Without Faces . Hier auf Soundcloud . Hier geht es zu Martins Homepage . Alle unten aufgeführten Texte wurden seiner Facebook-Seite entnommen. 1.11.2020, 23:52 Uhr: ...ich bin echt baff... da schreibe ich in einer Antwort, dass diejenige Person seine Behauptungen auf den Seiten der Bundesregierung (CovidDashboard und Statistik Austria) nachprüfen soll - weil es sich nicht so verhält, wie er behaupt...

Selbstdarstellung und Vermarktung als Gefahr für die Meinungsfreiheit?

Viele von uns - vielleicht sogar die überwältigende Mehrheit - scheint darauf konditioniert zu sein, sich zu verkaufen, eine Art PR oder Propaganda für sich selbst zu machen, um nur ja im bestmöglichen Licht dazustehen. Gerade im Zeitalter der immer digitaleren Kommunikation ist das eine Entwicklung, die der Meinungsfreiheit gefährlich werden könnte. Doch nicht nur die Meinungsfreiheit ist dadurch gefährdet, sondern auch die Freiheit der Wissenschaft. Wenn es bei Projektanträgen mehr darum geht, die Inhalte zu verkaufen, um Finanzierung für das Projekt zu bekommen, doch dabei die Inhalte zu sehr in den Hintergrund rücken, dann wird sich die Wissenschaft unweigerlich an den Interessen der Mehrheitsgesellschaft orientieren und die Forschungsarbeit auf Themen richten, die via Medien, Politik oder Wirtschaft als wichtig, interessant und gesellschaftskonform dargestellt werden. Es braucht also nicht einmal eine große Verschwörung, um die Meinungsfreiheit und die Wissenschaftsfreiheit einzus...

Das Paradoxon des Wissens

Einerseits wissen wir alle, dass wir nichts wissen. Doch andererseits sagen viele von uns immer wieder, dass sie etwas wissen.  Wenn ein Politikwissenschaftler einem Physiker sagt " Du bist Physiker, du kannst nichts von Politikwissenschaft verstehen. Mach nur, was du schon kannst ", wo führt uns diese Einstellung als Gesellschaft hin? Sollte wirklich jeder nur das machen, was er kann? Oder erwachsen nicht gerade aus der Bereitschaft neue Dinge zu lernen, die man vorher nicht wusste, aus dem Willen, den eigenen Horizont zu erweitern, sich neues Wissen anzueignen und aus der friedlichen Akzeptanz von Sichtweisen Außenstehender wichtige Fortschritte? Ein ähnliches Prinzip gilt auch für die Wahrheit. Wenn wir etwas wissen - oder glauben, etwas zu wissen -, dann halten wir es für wahr. Oft fällt es uns schwer, etwas als wahr zu akzeptieren, das wir selbst für falsch halten, jemand anderes jedoch für richtig. Das liegt unter anderem daran, dass jeder von uns unterschiedliche Inter...

Wenn Verschwörungstheorien mit Verschwörungstheorien bekämpft werden

Wenn man die durchaus wichtige Arbeit von Correctiv oder anderen Faktencheckplattformen mit der Arbeit von in Massenmedien als Verschwörungstheoretiker bezeichneten Personen vergleicht, dann offenbaren sich interessante, unheimliche und bisweilen erheiternde Parallelen. Da werden immer wieder diverse Netzwerke kritisiert, weil der oder die mit dem oder der geredet hat, und Kausalitätsketten aufgebaut, die instabiler sind als jedes radioaktive Element. Jedenfalls macht Correctiv in dieser Recherche  genau das, was sie den vermeintlichen Verschwörungstheoretikern vorwerfen. Sie konstruieren Zusammenhänge, die keinerlei Aussagekraft haben und messen dem eine große Bedeutung bei. Das können andere besser, die dann zumindest offen darauf hinweisen, dass sie nur Zusammenhänge aufzeigen, ohne damit aussagen zu wollen, dass das auch wirklich etwas zu bedeuten hat. Das heißt: letztere wollen zum Nachdenken anregen, Correctiv beansprucht die Wahrheit bzw. Fakten für sich, die ihnen gar nicht...

Klimawandel: Kommunikationsfehler oder absichtliche Desinformation?

Am 2. September 2020 schrieb die Zeit folgenden Artikel zum Klimawandel: " Bittere Pointe am Polarkreis ". Ich will gar nicht auf die katastrophalen Waldbrände in Sibirien oder den Zustand der Korallen im Great Barrier Reef eingehen. Auch nicht auf die Tatsache, dass Hitzewellen immer wiederkehren werden - eine Nullaussage, denn man muss weder Wissenschaftler noch Journalist noch Prophet sein, um das vorherzusagen. Ich will auch nicht darauf eingehen, dass in dem Text der "Zeit" populärwissenschaftliche Artikel zitiert werden. Das muss nicht schlecht sein, ist allerdings auch kein absolutes Qualitätsprädikat. Aber geschenkt. Ich will auch nicht auf die Tatsache eingehen, dass die Datenlage für die zitierten Forschungsstudien in etwa so lückenhaft ist wie ein Käse, der mehrheitlich aus Löchern besteht. Ich will auch nicht kritisieren, dass immer wieder auf IPCC-Reporte verwiesen wird. Ich möchte hier vor allem folgenden Text aus dem Artikel der "Zeit" herv...

Corona-le Spaltungstendenzen: Geht der Blick für das Wesentliche verloren?

Es gibt Menschen, die eine Gefahr durch COVID-19 völlig von sich weisen. Dann gibt es Menschen, die sich auf jeden besorgniserregenden Bericht stürzen, und damit unbewusst Angst, vielleicht sogar Panik, verbreiten. Doch was ist mit den vielen Zwischentönen in dieser Debatte? Mit der sogenannten Mitte? Wenn ich Berichte lese, die aufzeigen, dass es verheerende Spätfolgen nach COVID-19-Infektionen gibt, die in dieser Form völlig neu zu sein scheinen, dann frage ich mich, ob wir es wirklich mit einem völlig "normalen" Corona-Virus zu tun haben, das ganz einfach gefährlicher als die vorherigen ist, oder ob vielleicht doch die Annahme von Luc Montagnier richtig ist, dass das Virus aus einem Labor stammt. Natürlich wünsche ich mir, dass Sucharit Bhakdi richtig liegt, der das Buch " Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe. Zwischen Panikmache und Wissenschaft: welche Maßnahmen sind im Kampf gegen Virus und COVID-19 sinnvoll? " veröffentlicht hat. Trotzdem oder ...

Mangelnde Evidenz als Gefahr für die Meinungsfreiheit - Kurzversion

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, wenn nicht sogar einer der größten Bausteine für eine funktionierende, soziale, friedliche Gesellschaft, die es möglichst vielen Menschen ermöglicht, eine gewisse Kontrollfunktion über die Herrschenden auszuüben. Doch wie sollen wir umgehen mit der Meinungsfreiheit im Allgemeinen und speziell im digitalen Umfeld, in dem theoretisch jeder seine eigenen Inhalte – nicht immer mit den besten Absichten – verbreiten kann? Den Menschen eine moralische Eigenverantwortung zugestehen oder die Gratwanderung zwischen erlaubten und nicht erlaubten Inhalten weitergehen, immer mit der Gefahr, dass legitime Inhalte einer Löschung unterzogen werden oder illegitime Inhalte eine Vielzahl an Menschen erreichen? Es ist oft zu hören, dass zu viel Freiheit für Meinungsäußerungen die Demokratie gefährden würde und zu einer gefährlichen Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft führt. Doch fehlt nicht genau bei dieser Aussage eine fundierte Evidenz? Will man der Bevölkeru...

Mangelnde Evidenz als Gefahr für die Meinungsfreiheit

Lange Version Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, wenn nicht sogar einer der größten Bausteine für eine funktionierende, soziale, friedliche Gesellschaft, die es möglichst vielen Menschen ermöglicht, eine gewisse Kontrollfunktion über die Herrschenden auszuüben. Doch wie sollen wir umgehen mit der Meinungsfreiheit im Allgemeinen und speziell im digitalen Umfeld, in dem theoretisch jeder seine eigenen Inhalte – nicht immer mit den besten Absichten – verbreiten kann? Den Menschen eine moralische Eigenverantwortung zugestehen oder die Gratwanderung zwischen erlaubten und nicht erlaubten Inhalten weitergehen, immer mit der Gefahr, dass legitime Inhalte einer Löschung unterzogen werden oder illegitime Inhalte eine Vielzahl an Menschen erreichen? Es ist oft zu hören, dass zu viel Freiheit für Meinungsäußerungen die Demokratie gefährden würde und zu einer gefährlichen Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft führt. Doch fehlt nicht genau bei dieser Aussage eine fundierte Evidenz? Will man ...